Informationen zu

Neues Geschäft: Gründung oder Kauf Mantel?

Arbeitsbereich Unternehmensführung Strategie Allgemein, Controlling / Unternehmensübernahmen / Mergers+Aqkuisition (M&A)

Kurzbeschreibung

Ist für eines neuen Geschäfts der Kauf eines bestehenden GmbH Mantels zu empfehlen oder ist die Gründung einer GmbH bzw. UG/Ltd. besser?

Beschreibung der Problemstellung

Ich möchte mich nach langjähriger Tätigkeit als angestellte Führungskraft selbständig machen und brauche dafür einen rechtlichen Rahmen und eine eigene Gesellschaft. Gesellschafter wären mein Kompagnon und ich zu gleichen Teilen. Seit einiger Zeit gibt es ja die UG als alternative zur Ltd. Allerdings habe ich gehört, dass beide Formen nicht so gut angesehen sind am Markt und bei Banken wegen wenig Kapital u.s.w. Für das Geschäft werden wir Fremdkapital von Banken brauchen in einem niedrigen fünfstelligen Bereich. Wie sind hier die Erfahrungswerte ggü. Einer GmbH? Ich neige eher dazu, das Geschäft über eine GmbH zu führen. Lohnt sich heutzutage noch der Kauf eines Firmenmantels (ich habe gehört, dass dies seltener geworden ist wg. Änderungen im Steuerrecht)? Oder ist die Gründung einer eigenem GmbH dann doch von Anfang an besser? Auf was ist bei beiden Alternativen zu achten, was ist günstiger? Ich freue mich auf Ihre Antworten.

  • Antwort vom Experten Buebbes (2/-)

    Ich denke, in Deutschland ist die heimische GmbH immer noch die bessere Variante, es sei denn sie agieren als Freiberufler. Bei zwei Partnern jedoch halte ich die GmbH für die sichere Lösung aus Haftungsgründen. Was die Banken betrifft bei Krediten, kommt es auf das gute Unternehmenskonzept an. Alternativ können sie ja auch als Existenzgründer agieren. Da gibt es spezielle Programme und Startkredite. Auch hier entscheidet das Konzept.

  • Antwort vom Experten consigliere (1/-)

    Grundsätzlich gibt es dazu folgendes zu sagen:

    1.) Bei der Ltd. ist zu bedenken, dass der Firmensitz in England, eine Bilanzierung in England, eine Satzung in englischer Sprache als auch ein Eintrag ins englische HR erforderlich sein wird. Aufgrund dieser Randbedingungen rate ich hier ab.

    2.) Eine UG ist eine GmbH, allerdings mit einem für Gründer zunächst deutlich reduzierten Startkapital und deutlich reduzierter Gründungskosten. Bezüglich der Aufnahme von FK wird in jedem Fall (ausser bei einer evtl. Haftungsfreistellung durch entsprechendes Gründerkapital der KfWn !!!) eine persönliche Haftung gegenüber dem FKgebern notwendig. Insofern ist es in beiden Fällen gleich. Aus Kostengründen ist eine UG anzuraten.

    3.) Die steuerliche Komponente ist insofern wichtig, als zunächst einmal erst Geld verdient werden muss, um dann überhaupt in die Lage zu kommen Steuern zu bezahlen. Vorher ist jeder Gedanke daran sinnlos.

    4.) Ich schlage eine fundierte Gründungsberatung auch hinsichtlich der sehr zahlreichen und guten  staatlichen Fördermöglichkeiten für Existenzgründer vor.

  • Antwort vom Experten Firma (1/-)

    Die KG hat eine noch höhere Reputation bei den Banken, da hier die Komplementäre voll privat haften. Allerdings wird die Bank auch bei der GmbH Sicherheiten benötigen, die sie i.d.R. über private Bürgschaften einfordert.

    Es wird also auf eine private Haftung hinauslaufen. Haften zwei Personen, wird die Bank im Haftungsfall denjenigen heranziehen, von dem sie meint, dass von der Person das Geld am leichtesten zu bekommen ist.  Hier also Vorsicht!

     

  • Antwort vom Experten Innostrategie (1/-)

    Wie wäre es zum Start als Einzelunternehmer zu starte?

    Vorteile:

    1. Halbes Risiko. Alle unplanmäßigen persönlichen Änderungen des Partners (Familie, Gesundheit, Eigenwille, Haftung..) riskieren nicht das Geschäft

    2. Entscheidungen lassen sich leichter und freier treffen.

    3. Der Finanzbedarf zu Beginn wird regelmäßig unterschätzt. Wenn der 2 Partner/ Familien tragen mjuss, ist jede Durststrecke doppelt heftig.

    4. Sie müssen sich u.U. nicht ins Handelsregister eintragen lassen, um dann nicht als Vollkaufmann behandelt zu werden und doppelte Buchhaltung zu betreiben.

    5. Aus steuerlicher Sicht ist dann auch so manches wesentlich günstiger zu gestalten.

    Auch den Kompagnon anzustellen ist am Start eine mitunter drückende Kostenlast.

    Sie wollen nicht allein starten? Oder brauchen das Know-how des Kompagnons?

    Dann gründen Sie doch einen Beirat, in dem alle Ihre Unterstützer sitzen und gegen eine zu vereinbarende "Entschädigung" Ihnen mit Rat zur Seite stehen. Auch wenn Sie die schon länger kennen, haben Sie die Chance, diese als Unternehmer (!) geschäftlich neu kennenzulernen. Später können die dann ggf. ja noch einsteigen. Machen Sie die GmbH später.

    Viel Erfolg!

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